2009-04-21 Einsatz: Hallenbrand beim DSB in Düren

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Einsatz kurz und bündig
Einsatz: Brand
Gemeinde: Düren
Ortsteil: Düren-Innenstadt
Ortsbeschreibung: Paradiesstraße
Datum:

21.April 2009 19:45

Beteiligte Kommunen
  • FF Düren
  • FF Kreuzau
Statistik
Einheiten:
  • FF Düren = 110 FM (SB)
  • FF Kreuzau =
  • FTZ =
  • THW = 17
  • DRK =
  • MHD =
Einsatzdauer:

16 Stunden

Quellen
Haupt-Quelle

Bericht FF Düren in www.rurweb.de

Weitere Quelle

Informationen zum Einsatzablauf

Düren – Am Dienstag (21.04.2009) wurde die Feuerwehr Düren, gegen 19.45 Uhr, zu einem Brand in einer Halle des Dürener Service Betrieb, mit der Info „starker schwarzer Rauch aus Halle“ alarmiert. Von der Leitstelle Düren wurde dieser Einsatz direkt mit „größten“ Brand-Alarmstichwort „BD 4“ eröffnet. Beim Eintreffen der ersten Feuerwehrkräfte bestätigte sich das angekündigte Szenario. In einer freistehenden, rd. 1800 m² großen Halle brannte gelagerter und z.T. bereits sortierter Gewerbemüll.

Durch den Einsatz von Wasserwerfern und Löschschaum konnte das Feuer unter Kontrolle gebracht werden. Dazu war notwendig, zwei Schlauchleitungen zur Sicherstellung der Wasserversorgung von der Rur aufzubauen. Der Rauch aus der Halle sorgte für eine andauernde Geruchsbelästigung im Dürener Süden. Die Bevölkerung sollte Fenster und Türen geschlossen halten, um den Geruch möglichst aus den Räumen heraus zu halten. Die Messungen im Brandrauch ergaben keine Ergebnisse, die ein gesundheitsbeeinträchtigendes Gefahrenpotenzial für Bevölkerung darstellten.

Gegen 22.30 Uhr waren die Löscharbeiten soweit vorangekommen, dass mit Radladern der verbrannte aber weiter schwelende Müll aus der Halle gebracht werden konnte. Das Material wurde dann im Freien gezielt abgelöscht.

Am Mittwochmorgen gegen 6 Uhr war die Halle geleert. Somit konnte mit Aufräumarbeiten und Rückbau der Wasserversorgung begonnen werden. Danach rückten fast alle Einsatzkräfte ein. Einsatzende für alle Kräfte um 11:45 Uhr.

Es waren rund 140 Einsatzkräfte vor Ort. Neben den 110 Feuerwehr Kräfte der Dürener Feuerwehr waren auch Kräfte der Messeinheit Stockheim, des Feuerwehrtechnischen Zentrums des Kreises Düren, des THW, des DRK und des MHD vor Ort. Die Kräfte der Hilfsorganisationen unterstützten bei der Ausleuchtung Einsatzstelle oder mit Verpflegungsversorgung und einer RTW-Bereitstellung.

Bei dem Einsatz wurde keine Person verletzt.

R. Esser, stellv. Wehrleiter FF Düren

Polizeimeldung

Düren (ots) - Am Dienstagabend kam es zu einem Schadensfeuer in einer Halle des Dürener Service Betriebes. Die Feuerwehr rückte zur Bekämpfung des Brandes mit einem großen Aufgebot aus. Insgesamt waren 140 Wehrleute vor Ort im Einsatz. Menschen kamen glücklicherweise nicht zu Schaden.

Gegen 19.45 Uhr war bemerkt worden, dass dunkler Rauch aus der frei stehenden Lagerhalle auf dem Betriebsgelände in der Paradiesstraße austrat. Die alarmierte Feuerwehr Düren konnte das Feuer in der aus Wellblech bestehenden Räumlichkeit, in der Müll und Grünabfälle gelagert waren, mit dem Einsatz von Wasserwerfern und Löschschaum unter Kontrolle bringen. Dennoch waren die Flammen auch bereits auf in der Halle abgestellte Nutzfahrzeuge übergegriffen.

Aufgrund der starken Rauchentwicklung, die über Düren deutlich sichtbar war und auch zu einer Geruchsbelästigung führte, wurden durch die Feuerwehr Messungen vorgenommen. Dabei konnten keine gesundheitsgefährdenden Stoffe festgestellt werden. Dennoch wurde die Bevölkerung im angrenzenden Bereich durch Lautsprecherdurchsagen aufgefordert, Türen und Fenster geschlossen zu halten.

Der Brandort wurde von der Polizei beschlagnahmt. Die Ermittlungen zur Brandursache wurden bereits am heutigen Vormittag durchgeführt. Die zuständigen Beamten konnten dabei den Brandentstehungsort in der Halle lokalisieren. Da an dieser Stelle vor der Brandentstehung Papier und gelbe Säcke gelagert waren, ist derzeit davon auszugehen, dass sich das Feuer selbst entzündete. Der entstandene Sachschaden wird derzeit auf mehrere hunderttausend Euro geschätzt.

Kreispolizeibehörde Düren Aachener Str. 28 52349 Düren

Pressemeldung

Düren. Bei einem Großbrand auf dem Gelände des Dürener Service-Betriebs (DSB) ist am Dienstagabend die 1800 Quadratmeter große Lager- und Sortierhalle für gewerblichen Müll ausgebrannt.Ersten Schätzungen des Betriebs zufolge erreicht der Schaden vermutlich Millionenhöhe. Personen wurden nicht verletzt.

Gegen 20 Uhr rückte die Dürener Wehr mit fünf Löschzügen an, nachdem ein Feuer in der Halle 4 des DSB gemeldet worden war. Weil die Stromversorgung der Halle ausgefallen war, mussten sich die Einsatzkräfte gewaltsam Zugang zum Innenraum verschaffen und die haushohen Rolltore mit Muskelkraft, später mit Gabelstaplern aufstemmen.

«Wir haben das Feuer von drei Seiten angegriffen», berichtete Wehrleiter Jürgen Pelzer. Der in der Halle gelagerte und in Brand geratene Müll wurde mit Schaum und Wasser getränkt, die Löscharbeiten dauerten mehrere Stunden. Die Wehr stufte den Brand in die höchste Kategorie ein.

«Das Wichtigste ist jedoch, dass die ganze Zeit Messtrupps in der Stadt unterwegs waren – durch die beim Brand freigesetzten Gase entstand zu keiner Zeit eine Gefahr für die Bevölkerung», sagte Pelzer. Die zulässigen Höchstwerte seien «jederzeit unterschritten worden».

Mit Einsatz von Baggern holten die Wehrleute und DSB-Mitarbeitern den schwelenden Müll aus der ausgebrannten Halle, um ihn unter freiem Himmel endgültig zu löschen. Die Arbeiten dauerten bis tief in die Nacht, eine Beleuchtungsgruppe des Technischen Hilfswerks sorgte für Flutlicht, das Deutsche Rote Kreuz versorgte die Einsatzkräfte mit Essen und warmen Getränken.

«Das größte Problem wird es nun sein, den Betrieb aufrechtzuerhalten», sagte DSB-Betriebsleiter Richard Müllejans am Dienstagabend. Die Leerung der Mülltonnen in Privathaushalten sei nicht betroffen, nur für die Abwicklung des gewerblichen Mülls – eine nicht unerhebliche Stelle im Haushaltsplan des Servicebetriebs - müsse eine Lösung gefunden werden.

Die erst vor drei Jahren gebaute Sortier- und Lagerhalle wird noch von einem Statiker begutachtet. Die extreme Hitzeentwicklung könnte die Statik der Halle irreparabel beschädigt haben, hieß es an der Brandstelle. Müllejans: «Was hier in Flammen aufgegangen ist, ist die Aufbauarbeit von Jahren.»

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